
Die Wurzelkanalbehandlung
Was ist das und wozu ist sie erforderlich?
Eine Wurzelkanalbehandlung ist immer dann notwendig, wenn der Nerv des Zahnes stark entzündet ist, abgestorben ist und / oder sich im Bereich der Wurzelspitze ein Entzündungs- oder Eiterherd gebildet hat.
Die Wurzelkanalbehandlung ist ein Versuch, den Zahn zu retten, d.h. ihn zu erhalten. Die Erfolgsaussichten sind je nach Ausgangsbefund und Wurzelform sehr unterschiedlich.
Im Zuge der Behandlung wird der Nerv bzw. das, was davon übrig geblieben ist, aus dem Wurzelkanal, der sich in der Mitte der Zahnwurzeln befindet, entfernt. Die Zahnwurzel bleibt erhalten.
Für die aufwendige Prozedur werden meist mehrere Röntgenbilder nach den einzelnen Behandlungsschritten benötigt, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Der Kanal wird mehrmals mit desinfizierenden Lösungen gespült, evtl. sind vorrübergehende Medikamenteinlagen für mehrere Tage oder Wochen nötig. Als Abschluß der Behandlung wird der Wurzelkanal möglichst bakteriendicht abgefüllt.
Die Behandlungen werden in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt.
Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen hängt vom Ausgangsbefund und der Reaktionslage Ihres Körpers ab und variiert von einer bis zu ca. vier Sitzungen.
Bei ungünstigen Ausgangssituationen kann es erforderlich werden, später einen operativen Eingriff (Wurzelspitzenresektion) durchzuführen, um den Zahn noch länger zu erhalten.
Bei wurzelkanalbehandelten Zähnen wird es meistens später erforderlich, eine Teil- oder Vollüberkronung mit oder ohne Stiftaufbau vorzunehmen, um den frakturgefährdeten Zahn zu stabilisieren.
Der Erfolg einer Wurzelkanalbehandlung kann nicht garantiert werden. Bei ungünstigen anatomischen Gegebenheiten kann es zum Wiederauftreten von Entzündungen kommen. Ferner können bei ungünstigen Verhältnissen Wurzelkanalinstrumente abbrechen und eine erfolgreiche Weiterbehandlung verhindern. Dies alles kann dazu führen, daß der Zahn doch entfernt werden muß.
Wir geben unser Bestes, Ihre Zähne zu erhalten.